Alleine die große Anzahl an Kompetenzen, die es zu verwalten gilt, erfordert eine Klassifizierung. Im Normalfall bilden die einzelnen Kompetenzen und ihre übergeordneten Kategorien eine Taxonomie. Die Strukturierung der Taxonomie orientiert sich dabei häufig an den folgenden drei Klassen:
- Fachkompetenz umfasst die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zur Erfüllung einer Aufgabe erforderlich sind. [vgl. dazu Sonntag, Schmidt-Rathjens (2004); Kirchhöfer (2004); Fitzek (2002)]
- Methodenkompetenz beschreibt sehr allgemeine Problemlösungskompetenzen. Diese sind nicht ausschließlich auf den beruflichen Bereich beschränkt. Methodenkompetenz beschreibt vor allem Problemlösungs- und Entscheidungsfindungskompetenzen die benötigt werden, um auch neuartige Probleme bewältigen zu können. [vgl. dazu Sonntag, Schmidt-Rathjens (2004); Faix et al. (1991); Fitzek (2002)]
- Sozialkompetenz bezeichnet vor allem empathische Kompetenz, also die Fähigkeit eines Menschen, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen, seine Gefühle zu teilen und sich damit über sein Verstehen und Handeln klar zu werden (Einfühlungsvermögen). Sie befähigt zum zielorientierten Handeln in sozialen Interaktionssituationen. [vgl. dazu Sonntag, Schmidt-Rathjens (2004); Kirchhöfer (2004); Faix et al. (1991); Freimuth (1997)]
Die hier dargestellte dreistufige Gliederung wird sehr verbreitet in der Literatur und auch in der Praxis verwendet. Oft werden noch weitere Bereiche angeführt, wie z.B. Führungskompetenz, IT-Kompetenz oder ökonomische Kompetenz [vgl. dazu Kirchhöfer (2004); vgl. Becker (2002); Klemke et al. (2003); Einsiedler (2003)]. Die Abgrenzung zwischen diesen einzelnen Begriffen ist nicht trennscharf und oftmals sogar redundant zu der angeführten dreistufigen Gliederung.
Ein weiteres verbreitetes Gliederungsmodell von Erpenbeck und Rosenstiel [Erpenbeck, Rosenstiel (2003)] beinhaltet eine vollkommen andere Strukturierung und soll hier auch vorgestellt werden. Dieser Ansatz konzentriert sich auf eine Klassifikation der Handlungsmöglichkeiten für ein Individuum in vier Klassen:
- Personale Kompetenzen (Handeln an sich selbst): Gemeint ist dabei das reflexive selbstorganisierte Handeln. Dies umfasst z.B. das Selbstbild, das Artikulieren von persönlichen Einstellungen, Motivation und die persönliche Weiterentwicklung.
- Fachlich-methodische Kompetenzen (Handeln an der gegenständlichen Umwelt): Dazu zählen die Kompetenzen, die benötigt werden um sachlich-gegenständliche Probleme zu lösen.
- Sozial-kommunikative Kompetenzen (Handeln in einem sozialen Kontext): Diese Klasse umfasst alle Kompetenzen, die benötigt werden, wenn sich ein Individuum im Kontext eines sozialen Netzes kommunikativ und kooperativ einbringen möchte.
- Aktivitäts- und umsetzungsorientierte Kompetenzen (Grundlagen des Handelns): Diese Klassen umfasst sehr grundlegende Kompetenzen verbunden mit der Überlegung, das es einen grundsätzlichen inneren Antrieb geben muss um Handlungen nachhaltig und mit einer angemessenen Motivation zu Ende zu führen.
Ich entdeckte dein Blog zufällig. Was für ein Gluck !!
Sehr inspiriert und inspirierend.
Ich muss ein Competence Center in meine Firma organisieren und ich wusste nicht genau wie sollte ich anfangen…
Dein Blog hat mir sehr geholfen strukturierter an den Aufgabe zu kommen.
Sorry, mein Deutsch ist nicht besonderes Gut…
Befasse mich gerade im Rahmen meiner Dioplomarbeit mit dem Thema Kompetenzmanagement. Tolle Seite, fühle mich in meinen Erkenntnissen bestärkt. Wirklich toll und wissenschaftlich fundiert aufbereitet!
Hallo Herr Biesalski,
schöner Blog, hab ihn richtig gern gelesen. Leider hatte ich dabei allerdings Probleme mit den Abbildungen. Ich kann keine einzige Abbildung sehen, und das Problem bleibt unverändert, wenn ich den PC wechsle, wenn ich den Browser wechsle oder die Sicherheitseinstellungen verändere. Könnte die Ursache im Blog selbst liegen?
Viele Grüße
Karin Funk
Hallo Frau Funk,
ich bin noch nicht dazu gekommen. Aber die Bilder muss ich noch hochladen. Deswegen sind da bislang keine drin.
Gruß,
Ernst Biesalski.